Nottingham Forest kommt nicht aus der Krise: Nach dem 0:2 bei Brentford kassierte der Klub die fünfte Niederlage in neun Premier-League-Spielen und steht nur noch auf dem vorletzten Tabellenplatz. Trainer Oliver Glasner reagierte danach mit einem ungewöhnlich offenen Statement über die Zukunft des Vereins.
Ein Satz mit Signalwirkung
„Wenn nicht, kommt eben der sechste Trainer“, sagte Glasner nach der Partie in London und rechnete sich damit selbst schon zu den Trainern, die bei Forest kommen und wieder gehen. Um seine eigene Position mache er sich dabei keine Sorgen: „Ich gehe nach Hause und frühstücke mit meiner Familie. Niemand muss Mitleid mit Oliver Glasner haben.“ Trotzdem machte er deutlich, dass im Klub eine größere Veränderung nötig sei, als er selbst zu Saisonbeginn gedacht habe, um die Vorstellungen von Besitzer, Fans und Verein zu erfüllen.
Vom Pokalhelden zum Krisenfall
Dabei kam Glasner mit einer starken Bilanz nach Forest. Bei Crystal Palace, wo er von Februar 2024 bis Sommer 2026 arbeitete, gewann er mit dem Klub den FA Cup, den Community Shield und die Conference League. Bei Nottingham Forest trat er zu Saisonbeginn 2026 als bereits fünfter Cheftrainer seit dem Abschied von Nuno Espírito Santo im September 2025 an – ein Muster, das seine Warnung vor einem sechsten Nachfolger erst richtig einordnet.
Tabellarisch im Abstiegskampf
Sportlich untermauert die Tabelle die Dringlichkeit: Forest hat von neun Ligaspielen erst eines gewonnen und steht auf Platz 19 der Premier League. Die Niederlage bei Brentford war bereits die fünfte der noch jungen Saison.
Ausblick
Ob Glasner die angekündigte „größere Veränderung“ selbst noch umsetzen darf oder ob die Unruhe auf Forests Trainerbank ein weiteres Mal zuschlägt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden. Nach seinen Erfolgen in London wäre ein erneutes Scheitern nach nur wenigen Monaten ein auffälliger Bruch in seiner bisherigen Trainerlaufbahn.
Quellen: Sky Sports, ESPN
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