Rund 100 Millionen Euro hat Manchester City im August 2026 für den marokkanischen Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi an Lille OSC gezahlt – die teuerste Ablöse der Vereinsgeschichte von Lille. Gut zwei Monate später sammelt der 19-Jährige erste Einsätze im Starensemble des englischen Meisters, muss sich aber noch Schritt für Schritt durchsetzen.
Teuerster Lille-Export der Vereinsgeschichte
Laut Goal zahlte City eine Fixsumme von 95 Millionen Euro plus bis zu 5 Millionen Euro an Boni, insgesamt also bis zu 100 Millionen Euro. Sky Sports bezifferte den Deal in eigener Rechnung auf rund 86 Millionen britische Pfund und bezeichnete ihn als „rekordbrechend“. Bouaddi, geboren am 2. Oktober 2007 in Senlis, hatte bei Lille noch einen Vertrag bis Mitte 2029 und kam dort in der vergangenen Saison auf 42 Pflichtspiele. Bei City unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag bis 2031. Auch Arsenal und Manchester United hatten zuvor Interesse gezeigt.
Als möglicher Rodri-Nachfolger geholt
City sucht seit dem Sommer einen Ersatz für Rodri, der für rund 76,5 Millionen Euro zu Barcelona gewechselt war. Der Spanier hatte den Klub seit 2019 geprägt, vier Meistertitel und die Champions League gewonnen und 2024 den Ballon d’Or erhalten. Bouaddi soll diese Rolle im defensiven Mittelfeld mittelfristig übernehmen, auch wenn der Vergleich mit einem Ballon-d’Or-Gewinner für einen 19-Jährigen naturgemäß hoch gegriffen ist.
Erste Einsätze unter Enzo Maresca
Nach Zahlen von Fotmob kam Bouaddi bis Ende Oktober auf sieben Pflichtspieleinsätze und 332 Minuten für City, in der Premier League stand er zweimal in der Startelf. Sein bislang wichtigster Auftritt war der 3:2-Erfolg gegen Ipswich Town am 17. Oktober – sein erster kompletter Einsatz von Beginn an in der Liga. Wie Vavel berichtete, rückte er dabei für Elliot Anderson neben Mateo Kovacic ins defensive Mittelfeld und spielte die volle Distanz beim siebten Saisonsieg in Serie, mit dem City oben in der Tabelle blieb. Bouaddi selbst sagte danach laut Morocco World News, er sei glücklich über den Sieg und wolle am liebsten jedes Spiel bestreiten.
Lernen von den etablierten Profis
Beide Quellen zitieren Bouaddi mit dem Hinweis, wie sehr ihm das Zusammenspiel mit erfahrenen Kollegen helfe – an der Seite von Spielern wie Kovacic falle es ihm leichter, weil sie vieles auf dem Platz regeln würden. Wenig später erzielte er zudem seine erste Vorlage für City, als er Erling Haaland zu einem Treffer auflegte.
Ausblick
Vor dem Premier-League-Spiel bei Nottingham Forest am 7. November wurde Bouaddi in mehreren Vorschauen erneut im möglichen Starensemble gehandelt. Ob er sich dauerhaft gegen Kovacic, Anderson und Rico Lewis im Mittelfeldzentrum durchsetzt, bleibt offen. Klar ist nach den ersten zehn Wochen nur: Der teure Neuzugang gewinnt langsam, aber stetig an Spielzeit.
Quellen: Goal, Sky Sports, Vavel, Morocco World News
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