Er hat mit Japan Deutschland und Spanien bei einer WM geschlagen und das Team zu einer der stärksten Mannschaften Asiens gemacht. Jetzt steht Hajime Moriyasu vor seinem letzten Turnier: Beim Asien-Cup in Saudi-Arabien will er zum Abschied den Titel holen, der Japan seit 2011 fehlt.
Ein Vertrag mit festem Enddatum
Vom 7. Januar bis 5. Februar 2027 findet in Saudi-Arabien der Asien-Cup statt, das wichtigste Turnier des Kontinents. Für Japan hat es diesmal eine besondere Bedeutung: Trainer Hajime Moriyasu hat seinen Vertrag nur bis zum Ende dieses Turniers verlängert. Danach ist Schluss, die Nachfolge ist bereits geregelt.
Die Ära Moriyasu
Moriyasu übernahm die Nationalmannschaft 2018 und ist der erste Trainer der Landesgeschichte, der über 100 Länderspiele an der Seitenlinie stand. Unvergessen sind die Siege gegen Deutschland und Spanien bei der WM 2022 in Katar, mit denen Japan die Fußballwelt überraschte. Auch deutsche Fans erinnern sich an diesen Abend, an dem die DFB-Elf in Katar mit 1:2 unterlag.
Bei der WM 2026 war für Japan im Sechzehntelfinale gegen Brasilien Endstation. Und beim letzten Asien-Cup scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale am Iran. Genau deshalb hat Moriyasu mit diesem Turnier noch eine Rechnung offen.
Jagd auf den fünften Titel
Japan ist mit vier Titeln (1992, 2000, 2004 und 2011) Rekordsieger des Asien-Cups. Seit 2011 wartet das Land aber auf den nächsten Triumph. Mit vielen Spielern aus europäischen Topligen, darunter zahlreiche Bundesliga-Profis, gehört Japan wie immer zu den großen Favoriten. Gastgeber Saudi-Arabien, Südkorea und der Iran dürften die größten Konkurrenten sein.
Oiwa steht bereit
Nach dem Turnier übernimmt Go Oiwa, der bisher die U-21 trainiert. Sein Vertrag beginnt im März 2027 und läuft bis zur WM 2030. Oiwa kennt viele der jungen Spieler bereits bestens: Mit Japans Olympiateam erreichte er 2024 in Paris das Viertelfinale. Der Übergang dürfte also reibungslos verlaufen, wenn Moriyasu seinen Abschied nimmt, im besten Fall mit dem Pokal in der Hand.
Quellen: FIFA, Japan Times, Arab News
Titelbild: Hajime Moriyasu (Archivbild 2019), Hadi Abyar, Wikimedia Commons, CC BY 4.0
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