Ivan Toney führt die Saudi Pro League nicht nur in der Torschützenliste an, er schreibt inzwischen auch deren Geschichte um. Mit einem Doppelpack beim 4:1-Erfolg von Al-Ahli gegen Al-Khaleej am vergangenen Sonntag kam der englische Stürmer auf 13 Saisontore in erst elf Spielen – ein Tempo, das vor ihm nur drei andere Spieler in der Geschichte der saudischen Liga vorgelegt hatten.
Kopfball und Elfmeter gegen Al-Khaleej
Beim klaren Heimsieg traf Toney zunächst per Kopf und verwandelte später in der Partie einen Elfmeter sicher. Für Al-Ahli war es bereits der vierte Ligasieg in Serie. Der Klub aus Dschidda hält damit Anschluss an die Tabellenspitze und liegt nach dem elften Spieltag sechs Punkte hinter dem Führenden Al-Hilal, der zuletzt in einem torreichen Spiel in Dammam die Führung übernommen hatte.
Eine Marke wie Al-Somah, Ronaldo und Félix
Mit 13 Toren nach elf Spieltagen zieht Toney mit einer historischen Bestmarke gleich. Bislang hatten nur drei Spieler in der Geschichte der saudischen Liga diese Quote erreicht: Omar Al-Somah gelang sie gleich zweimal, in den Spielzeiten 2014/15 und 2016/17 – jeweils ebenfalls im Trikot von Al-Ahli. In der vergangenen Saison schafften es Cristiano Ronaldo und João Félix für den Ligarivalen Al-Nassr. Toney selbst braucht in dieser Saison deutlich weniger Zeit für seine Tore als in seinen ersten beiden Spielzeiten am Golf: Für seine ersten zehn Saisontore hatte er 2024/25 noch 13 Partien gebraucht, in der vergangenen Spielzeit sogar 17.
Vom Premier-League-Stürmer zum Topscorer am Golf
Toney wechselte im Sommer 2024 vom englischen Erstligisten Brentford zu Al-Ahli nach Dschidda. Der frühere englische Nationalspieler führt die Torschützenliste der Saudi Pro League inzwischen mit sechs Treffern Vorsprung vor seinen nächsten Verfolgern Mateo Retegui und Youssef En-Nesyri an – eine Dominanz, die ihn derzeit zum gefährlichsten Angreifer der Liga macht und auch die großen Namen der Konkurrenz in den Schatten stellt.
Ausblick
Trotz seiner Bilanz wartet Toney noch auf den Titel als Torschützenkönig der Saudi Pro League: In den vergangenen beiden Spielzeiten musste er sich jeweils Cristiano Ronaldo beziehungsweise Julián Quiñones geschlagen geben. Bei seinem aktuellen Tempo und Al-Ahlys Ambitionen im engen Meisterschaftsrennen könnte sich das in dieser Saison ändern – zumal die Konkurrenz aus Riad und Dschidda bislang kein Mittel gegen seine Abschlussstärke gefunden hat.
Quellen: arabnews.com, goal.com
Titelbild: Ivan Toney im Trikot von Al-Ahli, OmarZi64, Wikimedia Commons, CC BY 4.0
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