Al-Nassr, der Verein von Cristiano Ronaldo, steht einem Bericht der Nachrichtenplattform Semafor zufolge vor einem möglichen Eigentümerwechsel. Die amerikanische Investmentgesellschaft RedBird Capital, der auch der AC Mailand gehört, soll in frühen Gesprächen mit dem saudischen Staatsfonds PIF über die Übernahme von rund 70 Prozent der Anteile stehen. Bestätigt ist der Deal bislang nicht – es handelt sich um ein Gerücht auf Basis von Insiderberichten.
Was der Deal umfassen soll
Nach übereinstimmenden Berichten zahlt RedBird für das Paket umgerechnet rund 267 Millionen US-Dollar. Ronaldo selbst soll dabei die Möglichkeit erhalten, 20 Prozent der Anteile zu übernehmen und damit erstmals Miteigentümer seines eigenen Klubs zu werden. Als weitere Investoren werden Kreise der in Riad ansässigen Saudi Media Company genannt.
PIF räumt vorher auf
Um den Verein verkaufsfähig zu machen, soll der Staatsfonds laut Semafor bereits rund 800 Millionen Rial, also etwa 213 Millionen US-Dollar an Schulden von Al-Nassr übernommen oder getilgt haben. Al-Nassr gilt trotz der sportlichen Erfolge der vergangenen Jahre finanziell als stark belastet, auch wegen der hohen Gehälter im Kader um Ronaldo.
Frühes Stadium, offener Ausgang
Mit dem Deal vertraute Personen betonen gegenüber Semafor, die Gespräche befinden sich in einem frühen Stadium, eine Einigung sei keineswegs sicher. Endgültige Konditionen stehen demnach noch nicht fest und könnten sich noch ändern. Weder Al-Nassr noch RedBird oder der Fonds PIF haben den Deal bislang offiziell bestätigt.
Warum RedBird gerade an Ronaldo interessiert ist
Für RedBird-Gründer Gerry Cardinale wäre ein Einstieg bei Al-Nassr vor allem eine Chance, die Geschäftsbeziehung zu einem der vermarktungsstärksten Sportler der Welt zu vertiefen. Ronaldos eigene Investmentfirma CR7 hält bereits 25 Prozent am spanischen Zweitligisten UD Almería, der ebenfalls von der Saudi Media Company unterstützt wird. Ein Engagement bei Al-Nassr würde diese Verbindung zwischen RedBird, Ronaldo und saudischen Investoren weiter ausbauen.
Ausblick
Sollte der Einstieg zustande kommen, wäre es einer der größten Eigentümerwechsel der jüngeren Geschichte der Saudi Pro League und würde Al-Nassr erstmals teilweise in private, westliche Hand führen. Bis zu einer offiziellen Bestätigung durch Klub, PIF oder RedBird bleibt die Personalie aber Spekulation.
Quellen: Semafor, Tribuna
Titelbild: Cristiano Ronaldo im Trikot von Al-Nassr (Archivbild 2023), Mohammad Hossein Movahedi Nejad, Wikimedia Commons (Dateiseite), CC BY 4.0
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