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Ronaldo verschießt Elfmeter: Al-Nassr siegt im ersten Spiel nach der Portugal-Sperre

2 Min. Lesezeit

Sadio Mané im Trikot von Al-Nassr

Cristiano Ronaldo kehrte am Mittwoch mit einem denkbar durchwachsenen Abend auf den Rasen zurück: Beim 1:0-Sieg von Al-Nassr gegen Neom in der Saudi Pro League verschoss er einen Elfmeter, köpfte eine Chance vorbei und setzte einen Nahschuss über das Tor. Den Sieg sicherte stattdessen João Félix mit einem satten Distanzschuss.

Erster Auftritt nach der Sperre

Es war Ronaldos erstes Pflichtspiel, seit der portugiesische Fußballverband ihn für 30 Tage gesperrt und mit einer Geldstrafe von 255 Euro belegt hatte. Der Grund: Ronaldo hatte das Trainingslager der Nationalmannschaft vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark eigenmächtig verlassen, nachdem er beim vorherigen Spiel gegen Norwegen nur auf der Bank gesessen hatte. Laut Verband warf Ronaldo Nationaltrainer Jorge Jesus vor, Zusagen über seine Einsatzzeit gebrochen zu haben. Mildernd wirkten sein Geständnis und die bislang saubere Disziplinarakte, weshalb die Strafe vergleichsweise niedrig ausfiel. Rückwirkend zur vorläufigen Sperre könnte Ronaldo bereits zum nächsten Länderspiel gegen Dänemark am 14. November wieder spielberechtigt sein.

Vergebene Chancen, aber kein Vorwurf vom Trainer

In Riad verschoss Ronaldo den Strafstoß kurz vor der Pause – bereits sein vierter vergebener Elfmeter in 31 Versuchen für Al-Nassr in der heimischen Liga. Nach der Pause scheiterte er aus kurzer Distanz nach einer Kopfballvorlage von Sadio Mané und setzte wenig später einen weiteren Kopfball daneben. Trainer Ange Postecoglou nahm seinen Star dennoch in Schutz: Das gehöre zum Fußball dazu, wichtig sei, dass die Mannschaft sich so viele Chancen erarbeite. Man arbeite als Familie, ein Sieg gehöre dann allen, eine Niederlage falle auf die ganze Mannschaft zurück.

João Félix erlöst Al-Nassr

Die Entscheidung fiel in der 61. Minute: João Félix traf nach Vorlage von Ángelo aus der Distanz zum 1:0. Es war der siebte Saisonsieg für Al-Nassr, das damit auf Platz drei der Tabelle kletterte, zwei Punkte hinter Al-Hilal und drei Punkte hinter Spitzenreiter Al-Qadsiah – allerdings mit einem Spiel weniger. Al-Qadsiah hatte zuvor dank eines Tores von Tijjani Reijnders in der 96. Minute gegen Al-Taawoun selbst wieder die Tabellenführung übernommen.

Ausblick

Für Ronaldo ist der Fehlstart beim Comeback kein Beinbruch – mit 981 Toren auf dem Konto bleibt die Jagd nach der 982. Bude seine ständige Begleiterin. Für Al-Nassr und Postecoglou zählt vor allem, dass die Mannschaft auch ohne den ganz großen Ronaldo-Auftritt gewinnt und im Titelrennen dranbleibt. Die Portugal-Geschichte dürfte Ronaldo dagegen noch länger begleiten: Ob er beim Comeback der Nationalelf im November überhaupt gebraucht wird, hängt auch davon ab, wie sich das Verhältnis zu Jorge Jesus bis dahin entwickelt.

Quellen: The National News, Gulf News
Titelbild: Sadio Mané, Al-Nassr (2023), M.Reza Abbasi/Foad Ashtari, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

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