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Fünf Spiele, fünf Torbeteiligungen: Wie George Ilenikhena bei Al-Ittihad an En-Nesyri vorbeizieht

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Nayef Aguerd und Youssef En-Nesyri im Trikot Marokkos beim Freundschaftsspiel gegen Burkina Faso, 2023

George Ilenikhena ist erst 20 Jahre alt, aber bei Al-Ittihad gerade dabei, den etablierten marokkanischen Nationalstürmer Youssef En-Nesyri von seinem Stammplatz zu verdrängen. Fünf Ligaspiele in Folge war der Franko-Nigerianer zuletzt an einem Tor seiner Mannschaft beteiligt – zuletzt beim 2:0 gegen Al-Diriyah am vergangenen Freitag.

Vom Lagos über Antwerpen nach Dschidda

Ilenikhena wurde am 16. August 2006 in Lagos geboren und zog als Dreijähriger mit seiner Familie nach Frankreich. Seine ersten Profistationen führten ihn zum belgischen Klub Royal Antwerp und anschließend zu AS Monaco in der Ligue 1. Von dort wechselte er für rund 33 Millionen Euro zu Al-Ittihad nach Saudi-Arabien – eine der höchsten Ablösesummen, die der saudische Klub je für einen derart jungen Spieler gezahlt hat.

Fünf Spiele am Stück an einem Tor beteiligt

Seine aktuelle Form spricht für sich: Doppelpack gegen Al-Nassr, ein Tor gegen Al-Fayha, zwei Vorlagen gegen Al-Faisaly, ein Tor samt Vorlage gegen Al-Ettifaq – und zuletzt der Treffer in der 30. Minute beim 2:0-Sieg gegen Al-Diriyah am vergangenen Freitag. Fünf Pflichtspiele in Serie, fünf Partien mit eigenem Anteil am Torerfolg: Eine Bilanz, die ihn in saudischen und nigerianischen Sportmedien zuletzt zum meistdiskutierten Angreifer der Liga gemacht hat.

En-Nesyri auf der Bank

Besonders bemerkenswert: Schon in seinem ersten Startelf-Einsatz für Al-Ittihad traf Ilenikhena doppelt und verdrängte damit den bisherigen Stammstürmer. Zuletzt lief er gemeinsam mit Houssem Aouar und Steven Bergwijn im Sturm auf, während En-Nesyri, Marokkos Nationalstürmer und bisheriger Toptorschütze des Klubs, auf die Bank musste. Al-Ittihad kletterte durch die aktuelle Serie auf Rang vier der saudischen Liga mit 23 Punkten.

Nigeria statt Frankreich

International hatte Ilenikhena die Wahl zwischen Frankreich und Nigeria. Nach Gesprächen mit Nationaltrainer Eric Chelle entschied er sich für die Super Eagles und gab sein Debüt in der Qualifikation zum Afrika-Cup 2027 – bei der 1:2-Niederlage gegen Madagaskar erzielte er direkt das einzige nigerianische Tor.

Ausblick

Für Al-Ittihad ist die Entwicklung ein Glücksfall: Mit Ilenikhena, En-Nesyri und Georginio Wijnaldum verfügt der Klub über eine der torgefährlichsten Offensiven der saudischen Liga. Ob Trainer Jens Wissing seinen jungen Angreifer dauerhaft vor dem arrivierten En-Nesyri aufstellt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden – Ilenikhenas Form spricht bislang klar für ihn.

Quellen: allnigeriasoccer.com, goal.com
Titelbild: Youssef En-Nesyri (mit Nayef Aguerd), Marokko, Archivbild 2023, Nawfel Ajari, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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