Achraf Hakimi hat beim 2:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen Olympique Lyon am Montagabend im Parc des Princes die Kapitänsbinde getragen. Weil Stammkapitän Marquinhos fehlte, übernahm der marokkanische Nationalspieler die Führungsrolle auf dem Feld. Mayulu brachte Paris in der 72. Minute in Führung, Johan Godts erhöhte in der 84. Minute auf den Endstand.
Für Gesprächsstoff sorgte an diesem Abend aber nicht nur das Resultat: Hakimi erschien mit neu geflochtenen Zöpfen, die in sozialen Netzwerken sofort Vergleiche mit dem jamaikanischen Musiker Sean Paul auslösten.
Zurück nach Oberschenkelproblemen
Hakimi war zuletzt wegen einer Oberschenkelverletzung aus dem Kader von Paris genommen worden und kehrte erst in den vergangenen Wochen wieder in die Startelf zurück. Dass ihm nun auch noch die Binde anvertraut wurde, zeigt, welches Vertrauen der Marokkaner im Verein genießt – obwohl mit anderen Profis eigentlich dienstältere Spieler zur Verfügung stünden.
Vom Verteidiger zum Stilikon
Der 27 Jahre alte Rechtsverteidiger ist für seinen Spielwitz bekannt, sorgte zuletzt aber auch abseits des Rasens für Aufmerksamkeit. Seine neue Frisur wurde in marokkanischen und französischen Medien breit aufgegriffen, von Mitspielern und Fans kamen launige Kommentare. Dass ein afrikanischer Nationalspieler in der Kapitänsrolle eines der größten Klubs Europas derart im Mittelpunkt steht, ist auch für Globalkick-Leser ein Signal: Marokkos Fußball ist in den europäischen Topligen längst mehr als eine Randnotiz.
Platz 13 im Ballon d’Or
Erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Hakimi bei der Wahl zum Ballon d’Or 2026 auf Platz 13 gelandet ist – vor seinem PSG-Mitspieler Vitinha und vor Real Madrids Vinícius Júnior. In dieser Saison kommt er für Paris bislang auf elf Einsätze, davon neun von Beginn an, sowie eine Vorlage in der Champions League. Seine Passquote liegt bei rund 90 Prozent, zudem bereitete er schon 15 Torchancen vor.
Ausblick
Für Paris Saint-Germain war der Sieg gegen Lyon ein weiterer Schritt zur Rückkehr in die Erfolgsspur nach einer wechselhaften Phase. Hakimi dürfte seine Rolle als Vizekapitän oder Kapitän in den kommenden Wochen weiter ausbauen, sollte Marquinhos nicht zeitnah zurückkehren. Für Marokko ist er ohnehin gesetzt – auch mit Blick auf die kommenden Länderspiele der Atlas-Löwen.
Quellen: OneFootball, Hespress English
Titelbild: Achraf Hakimi im marokkanischen Nationaltrikot (Archivbild, Juni 2026), Bryan Berlin, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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