Bei Sporting Lissabon wächst der Druck auf Cheftrainer Rui Borges. Vor dem Liga-Gastspiel bei Casa Pia an diesem Freitag macht der Portugiese selbst keinen Hehl daraus, wie unsicher seine Position gerade ist – und laut portugiesischen Medien beschäftigt sich der Klub im Hintergrund bereits mit möglichen Nachfolgern.
Borges stellt sich der Kritik
Auf die Frage nach seiner Zukunft reagierte Borges auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Casa Pia mit einem bemerkenswert offenen Satz. „Ich bin seit meinem ersten Tag bei Sporting auf Abruf“, sagte der Trainer laut der portugiesischen Zeitung „Diário de Notícias“. Er wolle sich vom Lärm um seine Person nicht beirren lassen und konzentriere sich einzig auf das nächste Spiel.
Verein soll längst an Nachfolge arbeiten
Nach Informationen der Sportzeitung „A Bola“ beschäftigt sich die Sporting-Führung parallel bereits mit der Frage, wer Borges beerben könnte, sollte die Negativserie anhalten. Zwei zuvor gehandelte Namen sollen laut dem Bericht inzwischen aus dem Rennen sein. Offiziell bestätigt hat der Klub nichts, intern wächst aber offenbar die Unruhe um die sportliche Entwicklung der Mannschaft.
Ganz überraschend kommt die Debatte nicht: Sportings Fans hatten den Trainer in den vergangenen Wochen bei mehreren Heimspielen bereits ausgepfiffen, zuletzt allerdings mit geringerer Lautstärke, wie portugiesische Reporter vor Ort festhielten. Die Clubführung beobachtet die Stimmung im Stadion genau, ehe über eine mögliche Trennung entschieden wird.
Casa Pia als Pflichtaufgabe
Sportlich bleibt Borges nach eigener Aussage nichts anderes übrig, als von Spiel zu Spiel zu denken. Gegen den Tabellen-Außenseiter Casa Pia gilt ein Sieg praktisch als Pflicht, um die Debatte zumindest kurzfristig zu beruhigen. Ein weiteres enttäuschendes Ergebnis dürfte den Druck auf Trainer und Vereinsführung weiter erhöhen.
Anschließend wartet die Champions League
Direkt nach dem Liga-Spiel steht für Sporting bereits die nächste große Aufgabe an: ein Auswärtsspiel in der Champions League gegen Schachtar Donezk. Zwei so unterschiedliche Gegner innerhalb weniger Tage gelten als weiterer Test dafür, wie stabil die Mannschaft aktuell wirklich ist – und wie lange die Geduld mit Borges noch reicht.
Quellen: A Bola, Diário de Notícias
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