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Wie ein Umzug nach England Jamal Musiala zum Weltstar machte

Von der Globalkick-Redaktion

3 Min. Lesezeit

Jamal Musiala beim Fußballspiel

Foto: Vitaliivitleo / Depositphotos.com

Als Jamal Musiala im Sommer 2019 seine Sachen packte, um von Chelsea zum FC Bayern zu wechseln, war er gerade einmal 16 Jahre alt – und kaum jemand außerhalb der Jugendakademien kannte seinen Namen. Wenige Monate später war er der jüngste Bundesliga-Debutant und Torschütze seiner Vereinsgeschichte. Die Geschichte dahinter beginnt nicht in München, sondern auf englischen Jugendplätzen.

Die ersten Schritte in Stuttgart

Geboren wurde Musiala 2003 in Stuttgart, das Fußballspielen lernte er zunächst beim lokalen Verein TSV Lehnerz. Richtig interessant wurde seine Geschichte aber erst, als seine Familie 2010 nach England zog – Musiala war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal sieben Jahre alt.

Entdeckt bei einem Feriencamp

In Southampton besuchte der kleine Jamal ein Fußball-Feriencamp, bei dem Scouts des FC Southampton auf ihn aufmerksam wurden und ihn in die Jugendakademie des Klubs aufnahmen. Lange blieb er dort allerdings nicht: Bereits im März 2011 wechselte Musiala in die Jugendabteilung des FC Chelsea, wo er die folgenden acht Jahre verbrachte und sich Stufe für Stufe durch die Altersklassen arbeitete.

Die Entscheidung für Bayern

Im Sommer 2019, mit 16 Jahren, stand Musiala vor einer Weichenstellung. Persönliche Gründe und die Unsicherheiten rund um den bevorstehenden Brexit spielten bei seiner Entscheidung eine Rolle, nach acht Jahren in England zurück nach Deutschland zu gehen. Musiala selbst beschrieb den Wechsel später sinngemäß so, dass sich der Schritt zum FC Bayern für ihn einfach richtig angefühlt habe, um etwas Neues auszuprobieren.

Vom Campus in die Bundesliga-Startelf

Bei Bayern startete Musiala zunächst in der U17, arbeitete sich aber binnen weniger Monate über die U19 bis in die Amateurmannschaft vor. Schon in seiner ersten Saison erzielte er einen Doppelpack für die zweite Mannschaft gegen den FSV Zwickau und feierte mit ihr die Meisterschaft in der 3. Liga. Der Aufstieg ging danach rasant weiter: Noch mit 17 Jahren wurde er zum jüngsten Bundesliga-Debutanten, jüngsten Bundesliga-Torschützen und jüngsten Champions-League-Torschützen in der Geschichte des FC Bayern.

Vom Talent zum unverzichtbaren Schlüsselspieler

Aus dem Jugendtalent von damals ist längst einer der wichtigsten Spieler im Bayern-Kader geworden. Seine technische Ausbildung bei zwei Premier-League-Klubs und seine Entwicklung in München machten ihn zu einem Spielertyp, der in Deutschland nur selten auf diese Weise heranreift: beidfüßig, dribbelstark und mit einem Gespür für den entscheidenden Moment im letzten Drittel. Am 14. Februar 2025 verlängerte er seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030 – ein deutliches Signal, dass beide Seiten langfristig aufeinander setzen.

Eine Karriere mit zwei Füßen in zwei Ländern

Musialas Geschichte zeigt, wie durchlässig moderne Fußball-Karrieren geworden sind. Geboren in Deutschland, ausgebildet in England, zurückgekehrt nach Bayern – sein Werdegang verbindet zwei Fußballkulturen und erklärt zugleich, warum er sich sowohl technisch als auch mental früh an große Bühnen gewöhnen konnte. Die Jahre bei Southampton und Chelsea, so unspektakulär sie von außen wirkten, legten das Fundament für das, was danach kam.

Ausblick

Mit dem bis 2030 laufenden Vertrag hat sich der FC Bayern seinen früheren Chelsea-Akademiespieler langfristig gesichert. Für Musiala selbst geht es nun darum, aus dem frühen Ausnahmetalent dauerhaft einen der prägenden Spieler des europäischen Fußballs zu machen – eine Entwicklung, die nach seinem ungewöhnlichen Weg über zwei Länder kaum überraschend wirkt.

Quellen: Absolut Fussball, Sport.de