Lazio hat im Olympiastadion von Rom einen Rückstand gegen Cagliari gedreht und steht nach dem 2:1-Erfolg zum ersten Mal seit der Saison 2010/11 unter Edy Reja wieder ganz allein an der Spitze der Serie A. Für Trainer Gennaro Gattuso ist es der neunte Sieg im zehnten Pflichtspiel.
Cagliari geht überraschend in Führung
Dass die Gastgeber vor eigenem Publikum in Rückstand geraten würden, hatte vor dem Anpfiff kaum jemand erwartet. Mbala Nzola nutzte eine Unachtsamkeit der Lazio-Abwehr und brachte die Gäste aus Cagliari in Führung. Es war ein Nackenschlag für die Tabellenführung-Ambitionen der Römer, die sich plötzlich dem Druck ausgesetzt sahen, noch am selben Nachmittag reagieren zu müssen.
Isaksen und Pinamonti drehen die Partie
Lazio ließ sich von der Führung der Gäste nicht beirren. Gustav Isaksen glich noch in der ersten Halbzeit aus und brachte die Hausherren zurück ins Spiel. In der Schlussphase war es dann Andrea Pinamonti, der vom Elfmeterpunkt zum umjubelten 2:1 traf und Lazio damit den neunten Saisonsieg im zehnten Pflichtspiel bescherte. Die Mannschaft blieb damit auch gegen einen unbequemen Gegner wie Cagliari ungeschlagen.
Erstmals seit 16 Jahren wieder allein oben
Der Sieg hat für Lazio historischen Wert: Zuletzt stand der Klub in der Saison 2010/11 unter Trainer Edy Reja allein an der Tabellenspitze der Serie A. Seitdem mussten sich die Fans mit geteilten Führungen oder Platzierungen im Verfolgerfeld zufriedengeben. Mit dem Erfolg gegen Cagliari zieht Lazio nun drei Punkte vor Inter davon, das damit von der Spitze verdrängt wird.
Gattuso prägt den Aufschwung
Der Erfolgslauf fällt in die noch junge Amtszeit von Gennaro Gattuso, der erst im Sommer von der italienischen Nationalmannschaft zu Lazio gewechselt war. Nach einem holprigen Start hat der ehemalige Weltmeister seine Mannschaft offenbar gefestigt: Die Serie-A-Spitze zu Beginn der Rückserie wäre vor wenigen Wochen noch kaum jemandem zuzutrauen gewesen. Ob Lazio die Führung bis zur Winterpause verteidigen kann, muss sich in den kommenden, englischen Wochen zeigen – mit Inter und Napoli lauern zwei Verfolger, die sofort zuschlagen würden.
Quellen: ansa.it, tuttosport.com
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