Frank Schmidt wird den 1. FC Heidenheim am Ende dieser Saison verlassen. Das gab der Klub am Dienstagabend bekannt. Nach fast 20 Jahren im Amt beendet der 52-Jährige damit eine der längsten Trainer-Amtszeiten im deutschen Profifußball.
Vom Interimstrainer zum Gesicht des Vereins
Schmidt übernahm die Mannschaft im September 2007 zunächst interimsmäßig und wurde kurz darauf fest als Cheftrainer installiert. Seither führte er den FCH von der viertklassigen Regionalliga bis in die Bundesliga und sogar in die Conference League, Heidenheims erstes internationales Abenteuer. Kein anderer Trainer in den beiden höchsten deutschen Spielklassen ist aktuell länger im Amt.
Eigener Wunsch nach einer Pause
Nach Vereinsangaben geht die Trennung auf Schmidts eigenen Wunsch zurück. Er habe Vorstandsvorsitzendem Holger Sanwald die Entscheidung am Montagabend in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Schmidt selbst erklärte, der Verein habe sich intensiv um eine erneute Vertragsverlängerung bemüht, er wolle nach fast 20 Jahren aber erst einmal eine Pause einlegen. Bis zum Saisonende wolle er sich weiter voll auf den sportlichen Erfolg mit Heidenheim konzentrieren.
Zäsur nach dem Abstieg
Die Nachricht trifft den Klub in einer schwierigen Phase: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der Saison 2024/25 spielt Heidenheim derzeit in der 2. Bundesliga und steht dort aktuell auf Tabellenplatz sechs. Vereinschef Sanwald nannte Schmidts Abschied eine „Zäsur für unseren gesamten Verein“ und würdigte dessen Leistungen und seine Vorbildfunktion über fast zwei Jahrzehnte.
Nachfolge offen
Wer Schmidt ab dem 1. Juli 2027 beerbt, ließ der Klub zunächst offen. Für Heidenheim ist es der erste Trainerwechsel seit fast zwei Jahrzehnten – ein historischer Einschnitt für einen Verein, dessen gesamter sportlicher Aufstieg untrennbar mit dem Namen Schmidt verbunden ist.
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