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Zehn gegen elf und trotzdem 2:0: Rangers International lässt MC Alger vor dem Rückspiel straucheln

2 Min. Lesezeit

Blick ins Stade du 5 Juillet 1962 in Algier bei einem Fußballspiel

Eine Rote Karte in der 13. Minute, zwei Tore in der Schlussphase und danach ein Eklat um randalierende Fans: Das Hinspiel zwischen Rangers International aus Nigeria und dem algerischen Traditionsklub MC Alger in der CAF Champions League hat für Wirbel gesorgt – und MC Alger droht vor dem Rückspiel am Freitag in Algier das frühe Aus.

Dramatisches Hinspiel in Abeokuta

Im nigerianischen Abeokuta musste Rangers International bereits ab der 13. Minute in Unterzahl spielen. Auch MC Alger bekam in der 52. Minute Rot, der betroffene Spieler soll das Feld zunächst nicht verlassen haben, was das Spiel verzögerte. Trotz der langen Unterzahl drehte Rangers die Partie in der Schlussphase: Erst verwandelten die Nigerianer in der 83. Minute einen Elfmeter, vier Minuten später erhöhte James Emo auf 2:0. Für die zweite Qualifikationsrunde zur Gruppenphase ist das ein komfortables Polster für die Nigerianer.

Vorwürfe gegen MC-Alger-Fans

Nach dem Spiel sorgte ein weiterer Vorfall für Schlagzeilen: Rangers International reichte bei der zuständigen CAF-Kommission eine offizielle Beschwerde gegen mitgereiste Anhänger von MC Alger ein. Diese sollen laut Rangers ein Stadiontor aufgebrochen haben, um ohne Ticket ins Stadion zu gelangen, und nach dem Spiel Sitze beschädigt haben. Der Verein spricht von einer ernsten Gefahr für die Sicherheit von Zuschauern und Stadioninfrastruktur und fordert von der CAF, das Rückspiel in Algier vorsorglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen zu lassen. Zudem verlangt Rangers verbindliche Sicherheitsgarantien und wirksame Maßnahmen gegen weitere Ausschreitungen.

MC Alger sucht nach der Wende

Beim algerischen Rekordmeister herrscht nach der Pleite Krisenstimmung. Kapitän Ayoub Abdelouali und Trainer Ben Yahia beriefen nach der Niederlage eine Mannschaftssitzung ein, um die Order für das Rückspiel auszugeben: Nur ein Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied würde MC Alger noch in die Gruppenphase bringen. Die Vereinsführung forderte die Spieler auf, am Freitag alles für die Wiedergutmachung der enttäuschenden Niederlage zu geben.

Ausblick

Das Rückspiel am Freitag in Algier ist damit gleich doppelt brisant: sportlich, weil MC Alger ein Fußballwunder braucht, und organisatorisch, weil die CAF vorher noch über Rangers‘ Antrag auf ein Geisterspiel entscheiden muss. Selten stand ein Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde der CAF Champions League so im Rampenlicht wie dieses.

Quellen: Sports247.ng, CompleteSports, New Telegraph
Titelbild: Stade du 5 Juillet 1962 in Algier (Archivbild 2017, Symbolbild), Hichem algerino, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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