Bruno Fernandes und Michael Carrick haben sich ausgesprochen. Nach tagelangem Zwist über die Taktik bei Manchester United setzten sich Kapitän und Trainer am Dienstag zu einem klärenden Gespräch zusammen – in einem Klub, der nach dem schlechtesten Saisonstart seit 40 Jahren ohnehin unter großem Druck steht.
Kritik nach der Niederlage gegen Como
Auslöser des Streits war die 1:4-Niederlage in der Champions League gegen Como. Fernandes äußerte sich danach öffentlich kritisch zu Carricks taktischer Ausrichtung und zum fehlenden Pressing der Mannschaft. Vier Tage später setzte Carrick ein deutliches Zeichen: Beim 0:3 gegen Bournemouth blieb der portugiesische Kapitän die komplette Partie auf der Bank.
Gespräch in Carrington
Am Dienstag trafen sich Fernandes und Carrick auf dem Trainingsgelände in Carrington zu einem vertraulichen Gespräch. Carrick bezeichnete die Entscheidung, Fernandes gegen Bournemouth gar nicht einzusetzen, als reine fußballerische Entscheidung. Laut Berichten aus dem Klubumfeld soll sich die Stimmung seither spürbar entspannt haben, Fernandes wirkte in den folgenden Trainingseinheiten wieder wie gewohnt.
16. Platz und ein Sieg aus acht Spielen
Der Konflikt fällt in eine ohnehin schwierige Phase: Manchester United steht nach acht Spieltagen mit nur sieben Punkten auf Platz 16 der Premier League, während Spitzenreiter Manchester City und der Stadtrivale Arsenal bereits bei 21 Punkten halten. Fernandes selbst ist seit sieben Pflichtspielen ohne Treffer, seine einzigen Liga-Tore der Saison erzielte er im August gegen Ipswich.
Rückkehr gegen Chelsea erwartet
Trotz der angespannten Lage hält United an Carrick fest, eine Entlassung war laut übereinstimmenden Berichten zu keinem Zeitpunkt beschlossene Sache. Fernandes soll nun am Samstag im Auswärtsspiel bei Chelsea wieder in die Startelf zurückkehren. Für beide geht es darum, aus der Krise sportlich einen Ausweg zu finden, ehe der Abstand nach oben noch größer wird.
Quellen: sports.yahoo.com, aljazeera.com
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