So deutsch war die Premier League selten: Gleich vier deutsche Trainer stehen in dieser Saison an der Seitenlinie englischer Erstligisten, dazu kommen prominente Nationalspieler wie Florian Wirtz und Kai Havertz. Eine Zwischenbilanz zu einer Zeit, in der die deutsche Kolonie auf der Insel so groß ist wie nie.
Vier Landsleute an der Seitenlinie
Marco Rose betreut AFC Bournemouth, Fabian Hürzeler ist bereits in seiner dritten Saison bei Brighton & Hove Albion im Amt, Daniel Farke coacht Aufsteiger Leeds United, und bei Newcastle United hat kürzlich der erst 38 Jahre alte Matthias Jaissle übernommen. Vier deutsche Cheftrainer gleichzeitig in der höchsten englischen Spielklasse – das gab es in dieser Form noch nicht.
Marco Rose mischt mit Bournemouth vorne mit
Rose, zuvor unter anderem bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund tätig, hat bei Bournemouth einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Sein Team gehört zu den positiven Überraschungen der Saison und sorgte zuletzt mit einem deutlichen 3:0-Erfolg beim krisengeschüttelten Manchester United für Aufsehen.
Jaissle übernimmt bei Newcastle
Bei Newcastle United trat Jaissle die Nachfolge von Eddie Howe an und gilt als einer der angesehensten jungen Trainer des deutschen Fußballs. Mit Malick Thiaw hat er dort gleich einen Landsmann als neuen Mannschaftskapitän, dazu läuft mit Nick Woltemade ein weiterer deutscher Angreifer für die Magpies auf.
Wirtz und Havertz als Aushängeschilder
Auf dem Platz ist Florian Wirtz das prominenteste Beispiel: Seit seinem Wechsel von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool im Sommer 2025 – der teuersten Bundesliga-Transferausgabe überhaupt – stand er in dieser Saison bereits in allen acht Pflichtspielen der Reds in der Startelf. Bei Titelverteidiger Arsenal wiederum ist Kai Havertz, selbst Meister der vergangenen Saison, mittlerweile erste Anspielstation im Angriff.
Eine breite deutsche Kolonie
Neben den genannten Namen laufen mit Kevin Schade (Brentford) und Anton Stach (Leeds United) weitere deutsche Nationalspieler in der Liga auf. Dazu kommen nach Medienrecherchen acht weitere deutsche Profis bei kleineren Klubs wie Nottingham Forest, Everton und Fulham – die deutsche Fußball-Expertise ist auf der Insel so gefragt wie selten zuvor.
Ausblick
Ob Rose, Hürzeler, Farke oder Jaissle – alle vier müssen sich in den kommenden Monaten im Abstiegskampf oder im Tabellenmittelfeld beweisen. Für die deutschen Spieler dagegen geht es um mehr: Wirtz und Havertz spielen in der Spitzengruppe um die Meisterschaft mit – und damit um die größten Titel, die die Premier League zu vergeben hat.
Quellen: sportschau.de, Yahoo Sports
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