GlobalKick

Copa del Rey: Alle Partien nach Zugunglück abgesagt

Von der Globalkick-Redaktion

1 Min. Lesezeit

Spanisches Fußballstadion mit Trauerbeflaggung und Schweigeminute

Foto: Musiu0 / Depositphotos.com

Der spanische Fußballverband RFEF hat am Mittwoch alle 24 für diesen Tag angesetzten Partien der ersten Runde des Copa del Rey abgesagt. Grund ist ein schweres Zugunglück in der Provinz Toledo, bei dem zwei Züge zusammengestoßen sind und zahlreiche Menschen verletzt wurden. Der spanische Fußball reagierte mit Anteilnahme und Zurückhaltung.

Verband setzt kompletten Spieltag aus

Die RFEF entschied sich angesichts des Ausmaßes des Unglücks dazu, nicht nur einzelne Begegnungen, sondern den gesamten Spieltag der ersten Pokalrunde zu verschieben. Betroffen waren ausschließlich kleinere und mittlere Vereine, die in dieser frühen Phase des Wettbewerbs aufeinandertreffen. Ein neuer Termin für die Nachhol-Partien steht bislang noch nicht fest.

Große Klubs noch nicht im Wettbewerb

Real Madrid, Barcelona und Atlético Madrid waren von der Absage sportlich nicht unmittelbar betroffen, da die drei Großklubs als Teilnehmer der europäischen Wettbewerbe erst in der Runde der letzten 32 im Dezember in den Pokal einsteigen. Alle drei Vereine veröffentlichten dennoch Erklärungen, in denen sie den Opfern und ihren Angehörigen ihr Beileid aussprachen.

Solidarität im spanischen Fußball

Auch zahlreiche andere spanische Klubs meldeten sich in den vergangenen Stunden mit Anteilnahme zu Wort. Die Entscheidung des Verbands, den kompletten Spieltag zu verschieben statt nur einzelne Partien in der Nähe des Unglücksorts abzusagen, wurde in der spanischen Fußballöffentlichkeit überwiegend als angemessenes Zeichen aufgenommen.

Ausblick

Für die kleineren Vereine aus der ersten Runde bedeutet die Verschiebung zunächst vor allem organisatorischen Mehraufwand, da neue Termine in einem ohnehin dichten Kalender gefunden werden müssen. Der spanische Verband hat angekündigt, die betroffenen Klubs zeitnah über die neuen Ansetzungen zu informieren.

Quellen: Goal.com, Irish Examiner