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Wie weit geht Benfica im Streit mit Pedro Proença?

Von der Globalkick-Redaktion

1 Min. Lesezeit

Pedro Proença, Präsident des portugiesischen Fußballverbands, bei einem öffentlichen Auftritt

Foto: Olegda88.gmail.com / Depositphotos.com

Auf der Generalversammlung von Benfica ist der Machtkampf zwischen dem Verein und Schiedsrichter-Chef Pedro Proença weiter eskaliert. Vereinspräsident Rui Costa kündigte „null Toleranz“ gegenüber dem Schiedsrichterwesen und Proença an, ein Mitglied stellte zudem einen Ausschlussantrag gegen den früheren Unparteiischen.

Rui Costa wird deutlich

Bei der Versammlung in Lissabon erklärte Rui Costa, der Verein werde künftig „null Toleranz“ gegenüber dem Disziplinarrat, dem Verband und Pedro Proença zeigen. Benfica sei unabhängig und niemandem verpflichtet, betonte der Präsident vor den Mitgliedern – eine klare Ansage in Richtung des portugiesischen Verbands.

Disziplinarantrag gegen Proença

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte ein Antrag des Benfica-Mitglieds João Diogo Manteigas: Er reichte eine Disziplinarbeschwerde gegen Pedro Proença ein, mit dem Ziel, den heutigen Verbandspräsidenten als Benfica-Mitglied auszuschließen. Hintergrund sind Tonaufnahmen, in denen sich Proença kritisch über die Schiedsrichterei geäußert haben soll.

Zustimmung für die Vereinsführung

Trotz der hitzigen Debatten um Schiedsrichter und Verbandspolitik billigten die Mitglieder den Rechenschaftsbericht des Vorstands mit großer Mehrheit. Die Versammlung bestätigte damit den Kurs der aktuellen Vereinsführung, auch wenn die Auseinandersetzung mit Proença den Abend inhaltlich dominierte.

Dauerthema Schiedsrichter

Der Streit zwischen Benfica und dem portugiesischen Fußballverband um Schiedsrichter-Leistungen zieht sich bereits seit Monaten hin. Rui Costa hatte in der Vergangenheit wiederholt einzelne Entscheidungen öffentlich kritisiert, was ihm wiederum Kritik aus den Reihen der Konkurrenz und des Verbands einbrachte.

Ausblick

Ob der Disziplinarantrag gegen Proença tatsächlich Konsequenzen hat, muss sich erst zeigen – zuständig dafür sind Benficas eigene Vereinsgremien. Sportlich lenkt der Streit unterdessen vom eigentlichen Tabellenkampf ab, in dem Benfica als Verfolger von Spitzenreiter Porto weiter um den Anschluss kämpft.

Quellen: observador.pt, ojogo.pt