Als Désiré Doué am 31. Mai 2025 im Finale der Champions League zweimal traf und einen weiteren Treffer vorbereitete, war er gerade einmal 19 Jahre alt. Paris Saint-Germain gewann an diesem Abend mit 5:0 gegen Inter Mailand und holte damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den wichtigsten Titel im europäischen Klubfußball – Doué wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Es war der vorläufige Höhepunkt eines Weges, der in der Jugendakademie eines Provinzklubs begann.
Fünf Jahre alt in der Rennes-Akademie
Geboren wurde Doué 2005 in Angers, aufgewachsen ist er fußballerisch beim Stade Rennais, dessen Nachwuchsakademie er bereits als Fünfjähriger beitrat. Dort reifte er gemeinsam mit Spielern wie Mathys Tel und Jeanuel Belocian, die ebenfalls 2005 geboren wurden, zu einem der spannendsten Talente seines Jahrgangs heran.
Durchbruch als 17-Jähriger
Sein Profidebüt gab Doué im August 2022 im Alter von 17 Jahren. Noch im selben Monat erzielte er gegen Stade Brest sein erstes Tor in der Ligue 1 und wurde damit zum ersten im Jahr 2005 geborenen Spieler, der in einer der fünf großen europäischen Ligen traf. Bis 2024 bestritt er für Rennes 57 Pflichtspiele, in denen ihm 7 Tore und 5 Vorlagen gelangen – genug, um die großen Klubs Europas auf ihn aufmerksam zu machen.
Wechsel nach Paris für 50 Millionen Euro
Im August 2024 entschied sich Doué für Paris Saint-Germain, das ihn für rund 50 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen verpflichtete und bis 2030 band. Berichten zufolge lag zu diesem Zeitpunkt auch ein Angebot des FC Bayern vor, das er zugunsten von PSG ausschlug. Schon in seiner ersten Saison im Verein spielte er sich in die Stammformation.
Das Finale, das alles veränderte
Zum prägenden Moment wurde dann jenes Champions-League-Finale im Mai 2025 gegen Inter Mailand: Mit seinen zwei Toren und der Vorlage zum 5:0-Endstand war er maßgeblich am ersten europäischen Henkelpott der PSG-Geschichte beteiligt und wurde im Anschluss als Spieler des Spiels ausgezeichnet.
Goldener Junge und Nationalspieler
Für seine Leistungen wurde Doué 2025 mit dem Golden Boy Award ausgezeichnet, der Jahr für Jahr an den besten U21-Spieler Europas vergeben wird; zudem wurde er zwei Spielzeiten in Folge – 2024/25 und 2025/26 – zum besten Nachwuchsspieler der Ligue 1 gewählt. Sein Debüt für die französische Nationalmannschaft gab er im März 2025 in der Nations League gegen Kroatien, bei der Weltmeisterschaft 2026 traf er im Spiel gegen Norwegen.
Einordnung
Mittlerweile ist Doué für PSG kaum noch wegzudenken: Nachdem sich Kvicha Kvaratskhelia zuletzt einen Kreuzbandriss zuzog, ruht ein großer Teil der Hoffnungen auf den Flügelpositionen auf ihm und dem ebenfalls jungen Mika Godts. Vom Fünfjährigen in der Akademie der Bretagne bis zum Champions-League-Helden von Paris war es ein kurzer, aber steiler Weg – gut zwei Jahre nach seinem Wechsel nach Paris ist Doué gerade einmal 21 Jahre alt.
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