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„Fast sprachlos“ – Harry Kane ist Weltfußballer des Jahres

Von der Globalkick-Redaktion

2 Min. Lesezeit

Harry Kane im Trikot des FC Bayern München

Foto: Canno73 / Depositphotos.com

Harry Kane hat den Ballon d’Or 2026 gewonnen und ist damit als erster Bundesliga-Spieler seit 1996 Weltfußballer des Jahres. Bei der Verleihung am Montag in London setzte sich der Stürmer des FC Bayern München knapp vor Kylian Mbappé durch, dahinter folgte Lamine Yamal. Bei den Unterlegenen war die Enttäuschung an diesem Abend deutlich zu sehen.

Eine denkbar knappe Entscheidung

Lange hatte Mbappé im Rennen um den Titel vorne gelegen, am Ende drehte Kane die Wertung noch. Weniger als 41 Punkte trennten die beiden in der Endabrechnung der wählenden Journalisten. Auf Platz drei landete Lamine Yamal vom FC Barcelona, gefolgt von Rodri und Lionel Messi auf den Rängen vier und fünf. Auch ein zweiter Bayern-Spieler schaffte es unter die besten Zehn: Michael Olise wurde Neunter.

Historischer Abend für die Bundesliga

Für die Bundesliga ist der Sieg eine kleine Sensation: Seit Matthias Sammer 1996 mit Borussia Dortmund hatte kein Spieler einer deutschen Liga den Ballon d’Or mehr gewonnen. Beim FC Bayern selbst reicht die Suche noch weiter zurück, bis zu Karl-Heinz Rummenigge im Jahr 1981. Kane wechselte 2023 aus der Premier League nach München und hat seither mehrere Rekorde des Vereins neu geschrieben.

Enttäuschung bei Yamal und Mbappé

Besonders im Lager von Barcelona war der Frust groß. Nationaltrainer Luis de la Fuente versuchte zu trösten: Yamal werde noch viele Ballons d’Or gewinnen, er müsse nur ruhig bleiben. Barça-Präsident Joan Laporta sagte, Yamal habe sich die Auszeichnung redlich verdient und könne sie im nächsten Jahr holen, es tue der ganzen Familie leid für ihn. Noch deutlicher wurde Yamals Onkel Abdul, der die Entscheidung öffentlich infrage stellte und auf Kanes bevorstehendes Karriereende anspielte.

Kanes Reaktion

Kane selbst wirkte auf der Bühne überwältigt. „Ich bin fast sprachlos“, sagte der Engländer und bedankte sich bei seinen Mitspielern und seiner Familie. Er wisse, wie stark die Konkurrenz in diesem Jahr gewesen sei, und wolle den Moment erst einmal sacken lassen.

Auch bei den Frauen ein bekannter Name

Bei den Frauen ging die Auszeichnung zum dritten Mal an Alexia Putellas. Die Spanierin vom FC Barcelona reiht sich damit in die kleine Gruppe der mehrfachen Gewinnerinnen ein.

Für den FC Bayern ist der Abend ein Werbeblock in eigener Sache: Mit Kane und Olise stellte der Verein gleich zwei Spieler unter den besten Neun der Welt – ein Signal auch mit Blick auf die laufende Champions-League-Saison.

Quellen: Spox, t-online, 90min