Der englische Meister Arsenal hat im Ligapokal eine der größten Blamagen der Vereinsgeschichte erlebt: Bei League-Two-Klub Fleetwood Town kamen die Londoner nach einem 1:1 nicht über die Verlängerung hinaus und verloren das anschließende Elfmeterschießen mit 3:5. Ein Viertligist wirft damit einen der größten Namen Europas aus dem Wettbewerb.
Ein Spiel, zwei Gesichter
Fleetwood ging durch Aaron Loupalo-Bi in der 21. Minute in Führung und brachte Arsenal damit früh in Bedrängnis. Viktor Gyökeres glich in der zweiten Halbzeit aus und schien die Partie in gewohnte Bahnen zu lenken. Richtig brenzlig wurde es für die Gäste aber erst in der Schlussphase der regulären Spielzeit.
Platzverweis für den 16-Jährigen
In der 85. Minute sah der erst 16 Jahre alte Max Dowman nach einem Tritt gegen Harrison Neal die direkte Rote Karte. Arsenal-Trainer Mikel Arteta zeigte sich nach der Partie sichtlich frustriert über die Entscheidung des Schiedsrichters und kündigte an, gegen den Platzverweis Einspruch einzulegen, da Dowman sonst mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen müsste.
Elfmeterschießen als Fallhöhe
In Unterzahl brachte Arsenal die Verlängerung noch über die Zeit, verlor dann aber die Nerven im Elfmeterschießen. Fleetwoods erst 19 Jahre alter Verteidiger Conor Haughey verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum 5:3-Endstand und schickte sein Team damit in die nächste Runde – einer der größten Überraschungen in der Geschichte des Wettbewerbs.
Einordnung
Für Arsenal ist die Pleite vor allem deshalb schmerzhaft, weil sie mitten in eine englische Spitzenphase fällt: Nur wenige Tage später steht bereits das nächste wichtige Ligaspiel an. Der Ausfall mehrerer Stammkräfte sowie die drohende Sperre für Dowman sorgen zusätzlich für Unruhe im Kader von Trainer Arteta, der den Pokal in den vergangenen Jahren eigentlich als Chance für Nachwuchsspieler genutzt hatte.
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