Cristiano Ronaldo hat am Donnerstag seinen Rücktritt aus der portugiesischen Nationalmannschaft bekanntgegeben. Der 41-Jährige verkündete die Entscheidung in einer Videobotschaft über die sozialen Medien und beendet damit nach 23 Jahren eine der längsten Länderspielkarrieren der Fußballgeschichte.
Eine Videobotschaft als Schlusspunkt
„Heute geht meine Reise in der Nationalmannschaft zu Ende“, sagte Ronaldo in der Mitteilung. Mit diesen Worten endet eine Karriere, die 2003 mit seinem Debüt im Alter von 18 Jahren begann und Portugal über mehr als zwei Jahrzehnte prägte.
Zwei Weltrekorde als Bilanz
In 234 Länderspielen erzielte Ronaldo 146 Tore für Portugal – in beiden Kategorien hält er die Weltrekorde, kein anderer Nationalspieler kam bislang auf mehr Einsätze oder mehr Treffer. Mit der Seleção gewann er 2016 die Europameisterschaft in Frankreich, bis heute der größte Titel der portugiesischen Fußballgeschichte.
Vorausgegangener Streit mit Jorge Jesus
Dem Rücktritt war Ende September ein öffentlicher Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus vorausgegangen. Ronaldo hatte das Trainingslager der Auswahl vorzeitig verlassen und dem Coach vorgeworfen, ein Versprechen zu seiner Einsatzzeit gebrochen zu haben. Der portugiesische Verband reagierte mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Ronaldo entschuldigte sich danach öffentlich bei Mitspielern und Fans für den Vorfall.
Portugal ist auch ohne ihn auf Kurs
Sportlich hinterlässt Ronaldo eine gut aufgestellte Mannschaft: Portugal gewann alle bisherigen vier Partien in der laufenden Nations-League-Saison, drei davon ohne seine Mitwirkung, und hat sich bereits vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert. Wer künftig die Rückennummer 7 und die Rolle als Führungsspieler übernimmt, ließ der Verband zunächst offen.
Ein Kapitel, kein Schlussstrich unter die Karriere
Der Rücktritt betrifft ausdrücklich nur die Nationalmannschaft. An seiner Karriere auf Klubebene ändert die Entscheidung zunächst nichts. Für Portugal endet damit dennoch eine Ära, die von zwei WM-Teilnahmen in Folge als Rekordspieler und von der Rolle als prägende Führungsfigur über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt war.
Quellen: Sportschau, Stuttgarter Zeitung
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