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Warum wird Racing Santander trotz Schiedsrichter-Fehler bestraft?

Von der Globalkick-Redaktion

1 Min. Lesezeit

Schiedsrichter zeigt während eines Fußballspiels auf den Punkt

Foto: Dziurek / Depositphotos.com

Der spanische Fußballverband RFEF hat Racing Santander nach der Partie gegen Real Madrid mit einer Geldstrafe belegt – obwohl der eigene Schiedsrichter-Ausschuss zugleich einräumte, dass der Elfmeter für Real Madrid in genau diesem Spiel falsch gegeben wurde. Real Madrid hatte die Begegnung am 31. Oktober mit 3:0 gewonnen.

Schiedsrichter-Ausschuss räumt Fehler ein

Das technische Schiedsrichter-Komitee Spaniens erklärte, der Kontakt zwischen Real Madrids Kylian Mbappé und Racing-Verteidiger Mateo Prati im Strafraum habe keinen Elfmeter gerechtfertigt. Mbappé war im Zweikampf mit Prati zu Fall gekommen, der Schiedsrichter hatte daraufhin auf den Punkt gezeigt und damit über den Spielverlauf mitentschieden.

Verband bestraft trotzdem Racing

Unabhängig von der eingeräumten Fehlentscheidung verhängte der Disziplinarausschuss des Verbands eine Geldstrafe gegen Racing Santander – allerdings aus einem anderen Grund: Während der Partie war ein Feuerzeug auf das Spielfeld geworfen worden. Dafür muss der Klub nach Angaben spanischer Medien 301 Euro zahlen, weil der Vorfall als Störung der öffentlichen Ordnung im Stadion gewertet wurde.

Einordnung

Für den Aufsteiger Racing Santander ist es eine ungewöhnliche Häufung: Der eigene Verband bestätigt öffentlich einen Schiedsrichterfehler zulasten des Klubs, verhängt in derselben Woche aber dennoch eine Strafe gegen ihn. Eine Korrektur des Spielergebnisses oder eine Wiederholung ist durch die Fehlentscheidung nicht vorgesehen, sportliche Konsequenzen für Real Madrid hat die Anerkennung des Fehlers damit nicht.

Quellen: Teleprensa, Africa Soccer